Statement der Gellertkirche zur aktuellen Medienberichterstattung

Statement der Gellertkirche zur aktuellen Medienberichterstattung

Wir freuen uns als Gellertkirche über den guten Start des neuen Gottesdienstangebotes mit drei Gottesdiensten am Sonntag.
Dieser Schritt löste ein erfreuliches Medienecho aus.

Auch die «TagesWoche» hat in einem Artikel über die Gellertkirche berichtet. Daraufhin sei sie von Lesern kontaktiert worden. In einem weiteren Artikel schrieb die «Tageswoche», in der Gellertkirche herrsche eine rigide Moral, wer vom rechten Weg abweiche, werde ausgegrenzt. So berichtete die Zeitung über eine junge Frau, die nach eigenen Angaben ausgegrenzt worden sei, nachdem sie gegen den Rat einer Jugendarbeiterin mit ihrem Freund zusammengezogen sei. Die TagesWoche kolportiert zudem Gerüchte über Ausgrenzung von Homosexuellen.

Zu den Vorwürfen, wie sie die «Tageswoche» verbreitet, nehmen wir wie folgt Stellung: 

  • Die Gellertkirche heisst alle Menschen willkommen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Ausrichtung oder ihren moralisch-ethischen Vorstellungen. 
  • Wir stehen dazu, dass in der Gellertkirche biblische Werte vermittelt und gelebt werden. 
  • Jedoch distanzieren wir uns von Intoleranz, dem Ausüben von Druck und ausgrenzendem Verhalten. 
  • Wir können die skizzierten Fälle derzeit nicht beurteilen (und deshalb auch nicht verurteilen), weil wir sie nur als anonyme Gerüchte kennen. Bis heute hat sich niemand direkt bei uns gemeldet. Das ist schade. Wenn Dinge geschehen sind, die nicht gut sind, wollen wir diese aufarbeiten. Wir sind jederzeit offen für ein Gespräch.
  • Bei uns engagieren sich mehrere hundert Freiwillige. Wir haben keinen Überblick, wer was zu wem sagt. Auch bei uns kommt es leider, wie in jeder Gemeinschaft, zu ungeschickten, verletzenden oder lieblosen Aussagen. Wenn wir davon erfahren, greifen wir ein.
  • In der Gellertkirche sammeln sich viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Meinungen, auch zu (sexual-) ethischen Fragen. Niemand wird seiner Meinung oder seines Lebenswandels wegen ausgeschlossen. Alle sollen sich zugehörig fühlen und sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen können.
  • Wir distanzieren uns von der Meinung, zwischen Homosexualität und der «Besessenheit mit bösen Kräften» bestehe ein Zusammenhang.
  • Wir empfehlen, Predigtzitate im Zusammenhang der ganzen Predigt zu lesen. So erschliesst sich die Intention der gemachten Aussagen. 
  • Die ERK-BS besteht aus einzelnen Gemeinden und Gottesdienstorten, die ein ausdifferenziertes Angebot bieten. So kann jedes Mitglied Orte und Wege finden, die zu ihm passen. Nicht jedes Angebot muss jedem gerecht werden, sondern die Vielfalt der Angebote soll möglichst viele ansprechen. Wir bieten als Kirche nicht den einen Weg, sondern viele unterschiedliche Wege an. Als Gellertkirche stellen wir uns bewusst in diese reformierte Vielfalt und engagieren uns mit bedeutenden Ressourcen für die ERK Basel-Stadt. 

Die Gellertkirche weiss sich der Transparenz verpflichtet. Wir freuen uns, wenn Sie sich selber ein Bild von unserer Kirche machen. Sie sind jederzeit herzlich willkommen!

Pfr. Dominik Reifler, Christian Peyer
Mitarbeiterteam der Gellertkirche
Basel, 31. Januar 2018

 

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