Open Doors Seminar: Kirche im Gegenwind
19.02.2026
Am 30. und 31. Januar 2026 trafen sich am Freitag Abend und am Samstag den ganzen Tag insgesamt gut 100 Gemeindeglieder und Interessierte, um mehr über Christenverfolgung in vielen Ländern dieser Erde zu erfahren und die Dynamiken dahinter zu verstehen. Am Freitag waren wir zu Gast in der Jugendarbeit (Refresh) und begannen den Abend mit zwei ‘geheimen’ Gottesdiensten in den ‘Katakomben’ der Gellertkirche, von welchen einer mit der Verhaftung der Seminarleiter endete. Uns allen war klar, dass das, was wir hier inszeniert hatten, in vielen Ländern zur alltäglichen Realität der Christen dort gehört.
Im Raum David hörten wir dann von den Mitarbeitern von Open Doors, Fabienne und Rolf, mehr darüber, was Verfolgung ist, warum Jesus und die Gemeinde verfolgt wurden und weshalb diese Verfolgung bis heute an vielen Orten so intensiv und zunehmend ist. Der Abend endete mit einer Gebetszeit für verfolgte Länder und Christen und viele Teilnehmer nutzten auch die Gelegenheit, Ermutigungskarten an verfolgte Christen zu schreiben. Vielen Dank an die Jugendarbeit, dass ihr uns Gastrecht gewährt habt und so engagiert mit dabei wart!
Am Samstag wurde genauer beleuchtet, weshalb Jesus und danach seine Jünger trotz anfänglicher Beliebtheit in Schwierigkeiten gerieten, was die Frage aufwarf, welche Kompromisse Beliebtsein-Wollen als Christ bis heute mit sich bringt. Die Triebkräfte der Verfolgung (squeeze & smash!), der aktuelle Weltverfolgungsindex sowie die Elemente einer beginnenden Verfolgungsdynamik am Beispiel von Indien wurden analysiert und daraus abgeleitet, welches die Merkmale eines standhaften Christenlebens sind: die persönliche Beziehung zu Jesus und das Gebet; das Wort Gottes auswendig zu lernen; Anbetung aus dem Herzen; Familie und Freunde, denen man vertrauen kann; wissen, dass Leiden einen Sinn hat und Verfolgung als normal akzeptieren; Freiheit in Christus leben und Angst überwinden; jener Gedenken, die vorangegangen sind (Hebr.11+12).
Nach einem Postenlauf, wo wir das Gelernte mit Fürbitte, Bibelversen auswendig aufschreiben, stillem Worship, Austausch über den Weg der Vergebung und vielem mehr vertieften, wurden wir noch vertraut gemacht mit neun Segenswegen der Verfolgung, wobei uns bewusst wurde, welch ein Reichtum die verfolgte Kirche besitzt, gerade eben weil sie in der Verfolgung den Weg mit Jesus hingebungsvoll und kompromisslos geht. Uns allen wurde bewusst, wie sehr wir von den verfolgten Geschwistern inspiriert und gesegnet werden, wenn wir uns mit ihnen eins machen und sie in ihrem oft schweren, aber segensreichen Weg unterstützen, wozu es auch praktische Umsetzungsideen gab. Vielen Dank allen, die den Anlass unterstützt haben und besonders an Fabienne und Rolf für die kompetente Begleitung durch diese reichen und ermutigenden zwei Tage – Soli Deo Gloria!